Das Funktionsprinzip

  • Das innerhalb der Sockelleistenverkleidung verlaufende Lamellenheizrohr wird vom heißen Heizungswasser durchströmt.
  • Unterhalb der Sockelleistenverkleidung strömt Raumluft hinter die Verkleidung, durchströmt die Heizrohrlamellen und wird dabei erwärmt.
  • Durch einen nur 15 mm breiten Schlitz in der oberen Verkleidung der Sockelheizleiste strömt die jetzt erwärmte Luft wieder aus und steigt dicht an der Raumwand nach oben.
    Beim Hochströmen an der Raumwand wird die Warmluft durch Reibung mit der Wandoberfläche abgebremst. Durch diesen physikalischen Effekt legt sich der Warmluftstrom dicht an die Wand an und kann nicht in den Raum entweichen.
  • Während die Warmluft über die Wandoberfläche nach oben strömt, gibt die in der Sockelheizleiste erwärmte Luft ihre gesamte Übertemperatur durch Wärmeleitung an die Wandoberfläche ab und erwärmt die Wand.
    Durch die Wärmeabgabe der Heizluft an die Wand, kühlt sich die warme Luft ab und steigt immer langsamer auf. Durch diesen Effekt endet der Aufstieg der Heizluft in ca. 2 m Höhe über dem Fußboden, eine komplette Umwälzung der Heizluft durch den Raum (wie z.B. bei einem Heizkörper unter dem Fenster) erfolgt nicht.

Daraus resultieren zwei wichtige Eigenschaften des radia-therm Sockelleisten-Heizsystems:

Zum einen wird der im Raum befindliche Feinstaub nicht im Umlauf gehalten, die Raumluft bewegt sich so gut wie gar nicht durch die Heizungsanlage und zum anderen wird die Raumluft nicht unterschiedlich stark erwärmt, d.h. die Lufttemperatur ist unter der Raumdecke nur geringfügig höher als über dem Fußboden.

  • Durch diese speziellen physikalischen Effekte sinken die Lüftungswärmeverluste, da die Raumluft weniger stark aufgeheizt wird als bei einem Konvektionsheizkörper.
  • Die Raumklimaqualität verbessert sich spürbar, da weniger Feinstaub in der Raumluft umgewälzt wird.
  • Der Raumnutzer wird durch die seitlich von der beheizten Außenwand abgestrahlte  Infrarotstrahlung mit Wärme versorgt und nicht durch eine unnötig stark erwärmte und dadurch auch relativ trockenere Raumluft.
  • Gerade in älteren, schlecht wärmegedämmten Gebäuden, werden zudem noch die oftmals kritischen geringen Wandoberflächentemperaturen an Außenwänden (bedingt durch konstruktive und materialbedingte Wärmebrücken), deutlich angehoben, so das die Gefahr von Schimmelbildung auf Wandoberflächen und vor allem in Wandecken und hinter Möbeln bei einer kontinuierlich betriebenen Heizungsanlage sicher vermieden werden kann.

In soweit gilt das für alle Sockel-Heizleisten - aber was ist das Besondere an radia-therm Heizleisten?

Die radia-therm Sockel-Heizleisten sind die wohl am einfachsten verbaubaren Sockelheizleisten. Sie können in verschiedenen Leistungsstufen und individuell an die gegebenen Bedingungen angepasst installiert werden. 

Bei der Verwendung der von uns angebotenen radia-therm Systemhalter ist die Montage für jedermann, egal ob Fachmann oder ambitionierter Laie ein Kinderspiel.

Prinzipvergleich von Heizsystemen

Prinzipskizze Konvektionsheizung

Die Warmluft klebt unter der Decke, am Fußboden ist es deutlich kälter. Bei großen Räumen können die Temperaturunterschiede in weniger gut gedämmten Altbauten bis zu 20 K betragen. Prinzipbedingt herrscht Zugluft, die Staub permanent in der (Atem-) Luft hält. Der Raum ist ungleichmäßig beheizt, insbesondere an Raumecken und Fenstern kann es zu Kondensation und in der Folge zu Schimmelbildung kommen.

Prinzipskizze Fussbodenheizung

Auf den ersten Blick eine Strahlungheizung ist die Fußbodenheizung am Ende doch nur eine Konvektionsheizung. In der Raummitte steigt die Warmluft intervallartig auf, in gleichem Maße fällt an den Raumwänden die Kaltluft herab. Auch hier ist im Ergebnis ständig Staub in der Luft und gerade die Raumecken und Fenster sind deutlich kühler. Auch hier besteht wieder die Gefahr von Kondensation und damit Schimmelbefall. 

Prinzipskizze Sockel-Leistenheizung

Sockel-Heizleisten selbst sind Kleinkonvektoren, aber NICHT die eigentlichen Heizflächen. Sie erzeugen einen sehr schwachen Warmluftstrom, welcher auf Grund des Coandaeffektes förmlich an der daüber befindlichen Wand klebt und dabei seine Energie an die Wand, den eigentlichen Heizkörper abgibt. Dies hat dabei keine Auswirkungen auf die Raumluft als Ganzes.  Im Ergebnis bleibt diese in Ruhe und alle Hüllflächen sowie im Raum befindliche Gegenstände haben annähernd die gleiche Temperatur. Damit bleibt der Raumstaub am Boden und Kondensation und Schimmel sind in der Regel ausgeschlossen.

Weiterführende Informationen, Fachaufsätze, Downloads, FAQ´s, Literatur zum Thema Strahlungsheizung , Fachaufsätze über Sockelheizleisten sowie Dokumentationen zu realisierten Sockelleistenheizungsanlagen in Kirchen, Museen und historischen Denkmälern finden Sie hier auf unserer Homepage.

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