Sockelheizleisten in der Denkmalpflege

Prinzipiell ist die Hüllflächentemperierung von Baukörpern in der Denkmalpflege das System der ersten Wahl. 

Eine Sockel-Heizleistenanlage ist in den meisten Denkmalen minimalinvasiv, also ohne großen Eingriff in die Bausubstanz installierbar. Der größte Teil des Rohrverlaufes befindet sich auf der Wand, über dem Fußboden, so daß Leckagen schnell entdeckt und die wertvolle Substanz dadurch geschützt ist.

Das durch eine Sockelheizleistenanlage erzeugte Strahlungswärmeklima hält den gesamten Baukörper gleichmäßig warm und schützt vor Kondensation und damit mikrobiellem Befall in der Folge.

Eine Sonderlösung ist die Thermische Konservierung von Objekten. Durch sie können beispielsweise in Kellern mit feuchten Wänden und hoch salzbelastetem Mauerwerk stabile Klimata erreicht und Nutzungen überhaupt erst ermöglicht werden.

In der Folge Beispiele vom Einsatz unserer radia-therm Heizleisten in verschiedenen Denkmalen und mit verschiedenen Aufgabenstellungen.

Kirche Völschow (Vorp.) - Temperierung mit umfangreichen Untersuchungen

Kirche Völschow (Vorp.) - Temperierung mit umfangreichen Untersuchungen

Im Jahr 2006 trat ein Mitglied des Gemeindekirchenrates an uns heran und berichtete von Plänen, den Chor der Kirche Völschow in Vorpommern durch eine Glaskonstruktion abzuteilen und damit eine beheizbare Winterkirche zu schaffen.

Nach eingehenden Beratungen entschied man sich, den frisch restaurierten Chorbereich mittels elektrisch betriebener radia-therm Elektro-Heizleisten zu temperieren. Der Energieversorger folgte unserer Argumentation, daß die Wände der Kirche als Speichermasse fungieren und ermöglichte die Beheizung mit einen günstigeren Nachstromtarif.

Um die Auswirkungen einer solchen Temperierung auf das Mauerwerk und das Klima der Kirche zu untersuchen, führte der Ingenieur Ulrich vom Schloss und der Sachverständige Steffen Sabin vor der Installation und nach einer Heizperiode mit den elektrischen radra-therm Sockel-Heizleiste umfangreiche Untersuchungen durch. Dadurch konnte eindrucksvoll der positive Effekt sowohl auf das Raumklima als auch das Mauerwerk bewiesen werden. 

Anschreiben zum Angebot der Installation einer radia-therm Elektro-Heizleistenanlage zur Erläuterung der Problematik

Untersuchungsbericht von Ulrich vom Schloss und Steffen Sabin zur Temperierung der Kirche Völschow (Vorp.)

Beinhaus des Münsters Bad Doberan

Beinhaus Doberaner Münster - 2008/2009 - Thermische Konservierung

Das Beinhaus des Doberaner Münsters gehört Einzelobjekt zum Weltkulturerbe und ist seit 2002 Denkmal nationaler Bedeutung. Erbaut um 1250 in frühgotischem Stil, wurden hier die Gebeine der Klosterbrüder aufbewahrt, deren Gräber im Münster neu belegt wurden.

Das Mauerwerk ist stark mit bauschädlichen Salzen unterschiedlicher Herkunft belastet. Über den Winter kommt es zur Trocknung des Mauerwerkes und dadurch zur Kristallisation der im Mauerwerk befindlichen Salze. Durch die damit verbundene Volumenvergrößerung kommt es zu Schäden am Innenputz, dem Träger der Wandmalereien.

Das Mauerwerk ist stark mit bauschädlichen Salzen unterschiedlicher Herkunft belastet. Über den Winter kommt es zur Trocknung des Mauerwerkes und dadurch zur Kristallisation der im Mauerwerk befindlichen Salze. Durch die damit verbundene Volumenvergrößerung kommt es zu Schäden am Innenputz, dem Träger der Wandmalereien.

Im Frühjahr ist die Luft warm und feucht. Trifft diese feuchte Luft auf die noch kalte Wand kommt es zur Kondensation und in der Folge zum in Lösung gehen der Salze.

Im folgenden Winter trocknet die Wand wiederum aus, die Salze kristallisieren was in der Folge mit weiteren Schäden und Verlust an Wandmalereien verbunden ist.

Einen Weg zu finden, diesen Kreislauf zu unterbrechen, war Ziel langjähriger Beratungen. Dabei wurde auch die Möglichkeit erörtert, den Baukörper stetig feucht genug zu halten, damit die Salze stetig in Lösungen blieben. Diese Möglichkeit wurde zu Gunsten der gegenteiligen Vorgehensweise verworfen.

Nach intensiven Untersuchungen des Gebäudes durch die Gutachter Sabin & vom Schloss erarbeiteten sie ein Konzept zur Thermischen Konservierung mit Hilfe unserer radia-therm Elektroheizleisten und einer nach dem Parameter Wandoberflächenfeuchte geführten Steuerung.

 

Dieses Konzept wurde Ende 2008 umgesetzt, seit dem funktioniert die Anlage elektrische Heizleistenanlage wartungsfrei und verhindert sicher jegliche Kondensation und damit die Voraussetzung für ein erneutes in Lösung gehen der Salze auf den Innenwänden des Gebäudes.

Bereits kurz nach der Inbetriebnahme der nach dem Parameter der Wandoberflächenfeuchte gesteuerten radia-therm Heizleistenanlage konnte bei der Auswertung der Messdaten eine deutliche Stabilisierung des Raumklimas festgestellt werden.
Monitoring von Raumluft- und Wandoberflächenfeuchte
vor der Installation kurz nach der Inbetriebnahme nach der Feinjustierung der Steuergrößen

 

 

 

 

 

 

Im Ergebnis einer Thermographie konnte festgestellt werden, daß der Temperaturgradient zwischen dem Boden und der Decke in 6 m Höhe nur 2 K beträgt.

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